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Samstag, 21. Mai 2011
Wo ist der Anstand geblieben?
amakea, 22:54h
Während der letzten Woche ist mir mal wieder das Fehlen von Anstand in unserer Gesellschaft übel aufgestoßen.
Den Anfang machte meine neue Kollegin. Wenn sie morgens das Büro betritt, hält sie es nicht für nötig "Guten Morgen" zu sagen. Auch, wenn sie am Nachmittag das Büro zum Feierabend verlässt, ringt sie sich nie ein "Tschüß" ab. Für mich gehört es zum Anstand diejenigen zu begrüßen, die sich im Raum befinden, und ein "Auf Wiedersehen" zu sagen, wenn man nach Hause geht.
Im Gegenzug hat sie sich aber über Kunden aufgeregt, die nicht "Guten Tag" sagten, als sie unsere Ausstellung betraten.
Am Mittwoch ging es in den Supermarkt. Dort stand mal wieder eine Kundin so dicht hinter mir, dass ich ihren (nicht gerade wohlriechenden) Atem in meinem Nacken spüren konnte. Beim Aufladen ihrer Waren auf das Kassenband, stieß sie mit ihrem Hinterteil an mein Hinterteil, da es vor mir nicht weiter ging, sie aber unbedingt alles schnell auflegen wollte. Oh, ich war freundlich an diesem Tag. Ich drehte mich um und bat die Dame etwas mehr Abstand zu halten, da ich mich ein wenig bedrängt fühlte. Ihr Unverständnis stand ihr ins Gesicht geschrieben, aber sie hielt Abstand.
Am Freitag in einem anderen Supermarkt hatte ich einen ca. 40-45jährigen Mann hinter mir, der zwar nicht aufdringlich nah an mich heran kam, aber als ich mit meiner EC-Karte bezahlte und hierfür eine Unterschrift leisten sollte, stand er Schulter an Schulter mit mir. Diesmal war ich nicht ganz so nett wie zu der alten Dame am Mittwoch, denn ich fragte ihn (zumindest höflich), ob er nicht die Unterschrift leisten wolle, da er ja schließlich sehr interessiert an meinem Beleg sei. Das passte ihm nicht so recht und seine Gesichtsfarbe wechselte in ein bordeau-rot.
Heute Morgen schließlich rundete ein Autofahrer meine Woche ab. Wir gingen um 06.00 Uhr mit dem Hund spazieren und um in den Wald zu gelangen, sind wir gezwungen fast einen Kilometer an der Straße entlang zu gehen. Auf dieser Straße passen zwei Autos gerade so aneinander vorbei. Besagter Autofahrer raste den Berg hinauf auf uns zu...wir waren von weitem schon gut zu sehen. Statt die Fahrt zu verlangsamen, erhöhte er noch sein Tempo. R. und ich waren natürlich äußerst aufgebracht und zeigten das mit einer Handbewegung an (diese war aber in keinster Weise beleidigend). Der Autofahrer hielt an und wartete bis wir auf seiner Höhe waren. R. überließ mir das Reden, da ich solche Situationen im Gegensatz zu ihm nicht eskalieren lasse. In gebrochenem Deutsch kam ein "Was ist los! Warum winkst du?" Da ich von Fremden nicht gerne geduzt werde, betonte ich das Sie in meiner Antwort. "Guten Morgen. Ich möchte SIE bitten nicht so schnell an uns vorbei zu rasen. Wir als Fußgänger sind nun einmal der schwächere Teil des Straßenverkehrs und außerdem haben wir einen Hund bei uns. Wir sind schon extra stehen geblieben, um SIE vorbei zu lassen." Ich lächelte freundlich. "Und? Was willst DU jetzt von mir?" fragte der Raser. Ich versuchte noch einige Sätze mir Erklärungen, aber er schien mich nicht verstehen zu wollen, also schloss ich mit dem Satz: "Fahr langsamer!" Den verstand er, war aber anscheinend nicht bereit dies auch zu tun. Er schloss das Seitenfenster und fuhr mit durchdrehenden Reifen an.
Ist das denn alles wirklich nötig? Kann ich meinem Mitmenschen nicht einen gewissen Freiraum gewähren? Kann ich nicht ein wenig Rücksicht nehmen? Warum sind die Menschen in Deutschland so egoistisch und rücksichtslos geworden?
Fragen, die ich leider nicht beantworten kann. Es regt mich einfach nur auf, obwohl ich mich bemühe ruhig zu bleiben.
Den Anfang machte meine neue Kollegin. Wenn sie morgens das Büro betritt, hält sie es nicht für nötig "Guten Morgen" zu sagen. Auch, wenn sie am Nachmittag das Büro zum Feierabend verlässt, ringt sie sich nie ein "Tschüß" ab. Für mich gehört es zum Anstand diejenigen zu begrüßen, die sich im Raum befinden, und ein "Auf Wiedersehen" zu sagen, wenn man nach Hause geht.
Im Gegenzug hat sie sich aber über Kunden aufgeregt, die nicht "Guten Tag" sagten, als sie unsere Ausstellung betraten.
Am Mittwoch ging es in den Supermarkt. Dort stand mal wieder eine Kundin so dicht hinter mir, dass ich ihren (nicht gerade wohlriechenden) Atem in meinem Nacken spüren konnte. Beim Aufladen ihrer Waren auf das Kassenband, stieß sie mit ihrem Hinterteil an mein Hinterteil, da es vor mir nicht weiter ging, sie aber unbedingt alles schnell auflegen wollte. Oh, ich war freundlich an diesem Tag. Ich drehte mich um und bat die Dame etwas mehr Abstand zu halten, da ich mich ein wenig bedrängt fühlte. Ihr Unverständnis stand ihr ins Gesicht geschrieben, aber sie hielt Abstand.
Am Freitag in einem anderen Supermarkt hatte ich einen ca. 40-45jährigen Mann hinter mir, der zwar nicht aufdringlich nah an mich heran kam, aber als ich mit meiner EC-Karte bezahlte und hierfür eine Unterschrift leisten sollte, stand er Schulter an Schulter mit mir. Diesmal war ich nicht ganz so nett wie zu der alten Dame am Mittwoch, denn ich fragte ihn (zumindest höflich), ob er nicht die Unterschrift leisten wolle, da er ja schließlich sehr interessiert an meinem Beleg sei. Das passte ihm nicht so recht und seine Gesichtsfarbe wechselte in ein bordeau-rot.
Heute Morgen schließlich rundete ein Autofahrer meine Woche ab. Wir gingen um 06.00 Uhr mit dem Hund spazieren und um in den Wald zu gelangen, sind wir gezwungen fast einen Kilometer an der Straße entlang zu gehen. Auf dieser Straße passen zwei Autos gerade so aneinander vorbei. Besagter Autofahrer raste den Berg hinauf auf uns zu...wir waren von weitem schon gut zu sehen. Statt die Fahrt zu verlangsamen, erhöhte er noch sein Tempo. R. und ich waren natürlich äußerst aufgebracht und zeigten das mit einer Handbewegung an (diese war aber in keinster Weise beleidigend). Der Autofahrer hielt an und wartete bis wir auf seiner Höhe waren. R. überließ mir das Reden, da ich solche Situationen im Gegensatz zu ihm nicht eskalieren lasse. In gebrochenem Deutsch kam ein "Was ist los! Warum winkst du?" Da ich von Fremden nicht gerne geduzt werde, betonte ich das Sie in meiner Antwort. "Guten Morgen. Ich möchte SIE bitten nicht so schnell an uns vorbei zu rasen. Wir als Fußgänger sind nun einmal der schwächere Teil des Straßenverkehrs und außerdem haben wir einen Hund bei uns. Wir sind schon extra stehen geblieben, um SIE vorbei zu lassen." Ich lächelte freundlich. "Und? Was willst DU jetzt von mir?" fragte der Raser. Ich versuchte noch einige Sätze mir Erklärungen, aber er schien mich nicht verstehen zu wollen, also schloss ich mit dem Satz: "Fahr langsamer!" Den verstand er, war aber anscheinend nicht bereit dies auch zu tun. Er schloss das Seitenfenster und fuhr mit durchdrehenden Reifen an.
Ist das denn alles wirklich nötig? Kann ich meinem Mitmenschen nicht einen gewissen Freiraum gewähren? Kann ich nicht ein wenig Rücksicht nehmen? Warum sind die Menschen in Deutschland so egoistisch und rücksichtslos geworden?
Fragen, die ich leider nicht beantworten kann. Es regt mich einfach nur auf, obwohl ich mich bemühe ruhig zu bleiben.
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Mittwoch, 18. Mai 2011
In Gedenken an meinen Onkel
amakea, 12:36h
Gestern verstarb mein Onkel nach kurzer Krankheit an multiplem Organversagen.
Vor 14 Tagen hatte er starke Schmerzen im Bein und wurde zweimal operiert wegen Durchblutungsstörungen. Es wurde nicht besser und man amputierte ihm das linke Bein. Nach einigen Tagen wurde der Stumpf schwarz und man musste nochmals operieren. Nach dieser OP ging es ihm zusehends schlechter, er bekam Wasser in der Lunge, musste ins künstliche Koma gelegt werden.
Man bot meiner Tante an noch einmal eine Operation durchzuführen, aber man wüsste nicht, ob er überhaupt noch einmal aus der Narkose aufwachen würde. Deshalb lehnt sie ab. Das war vorgestern.
Gestern gegen 18.00 Uhr hörte sein Herz dann auf zu schlagen, nachdem Leber und Niere schon nicht mehr richtig funktionieren.
Ich hoffe er ist jetzt an einem besseren Ort...
Vor 14 Tagen hatte er starke Schmerzen im Bein und wurde zweimal operiert wegen Durchblutungsstörungen. Es wurde nicht besser und man amputierte ihm das linke Bein. Nach einigen Tagen wurde der Stumpf schwarz und man musste nochmals operieren. Nach dieser OP ging es ihm zusehends schlechter, er bekam Wasser in der Lunge, musste ins künstliche Koma gelegt werden.
Man bot meiner Tante an noch einmal eine Operation durchzuführen, aber man wüsste nicht, ob er überhaupt noch einmal aus der Narkose aufwachen würde. Deshalb lehnt sie ab. Das war vorgestern.
Gestern gegen 18.00 Uhr hörte sein Herz dann auf zu schlagen, nachdem Leber und Niere schon nicht mehr richtig funktionieren.
Ich hoffe er ist jetzt an einem besseren Ort...
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Dienstag, 17. Mai 2011
Und es geht weiter wie vorher...
amakea, 09:58h
...mit der neuen Kollegin. Gestern sprach mich beim Einkaufen ein Kunde von uns an, was wir uns denn da ins Haus geholt hätten. Die Frau wäre unfreundlich am Telefon, könne sich seinen Namen nicht merken, obwohl er schon mehrfach mit ihr gesprochen hat und noch viele schöne Dinge mehr.
Tja, was sagt man dazu? Natürlich, dass sie noch Einarbeitungszeit braucht und den Kundenstamm noch nicht kennt...Ausreden halt. Er sagte dann noch, dass es doch möglich sein muss, wenn man an zwei Tagen hintereinander miteinander spricht, den Gesprächspartner aber nicht erkennt und nicht zuordnen kann.
Warum sagen die Kunden das immer MIR? Wieso treffen sie meinen Chef nicht irgendwo und sagen IHM das? Wenn ich das weitergeben würde, würde er mir nicht glauben.
Zumindest versuche ich meinen Zorn im Zaum zu halten und mich nicht mehr so sehr über sie aufzuregen...
Tja, was sagt man dazu? Natürlich, dass sie noch Einarbeitungszeit braucht und den Kundenstamm noch nicht kennt...Ausreden halt. Er sagte dann noch, dass es doch möglich sein muss, wenn man an zwei Tagen hintereinander miteinander spricht, den Gesprächspartner aber nicht erkennt und nicht zuordnen kann.
Warum sagen die Kunden das immer MIR? Wieso treffen sie meinen Chef nicht irgendwo und sagen IHM das? Wenn ich das weitergeben würde, würde er mir nicht glauben.
Zumindest versuche ich meinen Zorn im Zaum zu halten und mich nicht mehr so sehr über sie aufzuregen...
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